Grußwort

Bundeswumweltminister Sigmar Gabriel

Sehr geehrte Damen und Herren,

die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit, wie der Schutz des Klimas und die Schonung der natürlichen Ressourcen, machen deutlich, dass wir nicht weiter so wirtschaften können wie bisher. Wir müssen Energie und Rohstoffe effizienter nutzen und sparen. Letztlich muss unsere Industriegesellschaft neu orientiert und umgebaut werden.

Umbauen bedeutet jedoch nicht Abbau industrieller Strukturen, sondern Güter und Dienstleistungen nachhaltig zu produzieren. Mit diesen Herausforderungen verbinden sich jedoch auch neue Chancen. Nachhaltige Energieerzeugung, Effizienztechnologien, Entsorgungswirtschaft, nachhaltige Mobilität und Wasserwirtschaft sind Zukunftsmärkte mit enormen wirtschaftlichen Potentialen. Fest steht für mich: Die veränderten ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingen zeigen, dass nur jene Volkswirtschaften und jene Unternehmen erfolgreich sein werden, denen es gelingt, auf diese Herausforderungen intelligent zu reagieren. Der „Null-Emissions-Ansatz“ kann solch eine viel versprechende Strategie sein.

Wir stehen bereits heute vor großen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen. Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft müssen deshalb gemeinsam nach Strategien suchen, die ökologische Innovationen anstoßen. Deshalb habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für diese Konferenz übernommen. Ich verspreche mir von dem entstehenden Netzwerk zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wichtige Impulse für die Gestaltung der Zukunft unseres Landes. Schon heute zeigen viele Null-Emissions-Beispiele, dass technologische, organisatorische und gesellschaftliche Innovationen erfolgreich verknüpft werden können.

Ich freue mich deshalb sehr, dass Eberswalde als Konferenzort ausgewählt wurde. Hier hat die Forstwissenschaft bereits wesentliche Grundlagen für eine Nachhaltige Entwicklung gelegt. Mit dem Paul-Wunderlich-Haus wurde ein bundesweit viel beachtetes innovatives Energiekonzept in einem modernen Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum wirtschaftlich umgesetzt. Vor allem aber weil der Kreistag Barnim im April 2008 den Aufsehen erregenden Beschluss gefasst hat, den Landkreis durch die Umsetzung einer Null-Emissions-Strategie nachhaltig zu entwickeln.

Ich wünsche dem Forschungsnetzwerk viel Erfolg, wertvolle neue Erkenntnisse und vor allem den Schwung, die notwendigen Veränderungen voranzutreiben!